Daten und Fakten:

Franziska Lüttich, Jahrgang 1961, geboren in Hamburg
Verheiratet, zwei erwachsene Kinder, ich wohne in Penzberg, Oberbayern.

Wie ich Trauerrednerin wurde

Ich bin seit mehreren Jahren Trauerrednerin im Raum Oberbayern. Und ich bin es mit Leib und Seele, mit absoluter Begeisterung. Ich werde manchmal gefragt, wie ich denn zu diesem Beruf gekommen bin…

Das war Fügung. Ich wußte, dass sich bei mir beruflich in absehbarer Zeit eine Tür schließen würde. Und daher suchte ich nach einer anderen Tür, die sich öffnet und hinter der eine erfüllende, interessante und auch beruflich aussichtsreiche Zukunft auf mich wartet.

Ich war damals schon über 50 und Ideen wie „ich geh putzen“ oder „ich such mir einen Angestellten-Job“ verwarf ich sofort. Ich war fast mein ganzes Leben selbstständig und wollte es auch bleiben – und Putzen gehörte sowieso noch nie zu meinen Kernkompetenzen…

Was tun?

Es war kein „Ruf“, das wäre zu pathetisch. Es war einfach ein Wort, dass mir vor die „geistigen Augen“ geschoben wurde. Auf meine Frage ans Universum „Und wie geht es nun beruflich weiter?

„Trauerrednerin“

Sehr schnell war mir klar, dass dies genau der Wink mit dem Zaunpfahl des Schicksals war, auf den ich gewartet hatte. Ich hatte schon einige Trauerfälle in meinem Leben zu verarbeiten und war auf zahlreichen Beerdigungen. Meistens kirchlich, selten weltlich. Beides war meistens nicht gut. Diplomatisch ausgedrückt.

Ehrlich gesagt waren die Trauerfeiern und Reden trostlos, unpersönlich und im besten Fall langweilig. Im schlimmsten Fall fand ich sie verantwortungslos gegenüber den Angehörigen, die nun nicht nur den Tod eines Menschen zu verarbeiten hatten, sondern auch noch die lieblose Beerdigung. Diese Menschen wurden ungetröstet alleingelassen, die 08/15-Verabschiedung waren an mangelndem Feingefühl nicht mehr zu überbieten.

Da ich immer schon gerne und gut geschrieben habe (für Zeitungen, Zeitschriften, ein eigenes Buch) dachte ich mir „dann lass Dich doch zur Trauerrednerin ausbilden, dann merkst Du schon, ob das wirklich das Richtige für Dich ist“.

Trauerredner-Schulbank drücken

Gesagt getan, ich besuchte ein Seminar und wußte sofort „Ja, das ist genau das, was ich will“. Es ging da aber weniger um das Schreiben als mehr um das Marketing. Darüber habe ich aber viel gelernt und es war sehr hilfreich.

Ich stellte nach dem Seminar meine Unterlagen wie Flyer, Visitenkarten, Kugelschreiber für die Bestatter zusammen und mit klopfendem Herzen schickte ich sie ab.

Und los ging’s!

Der erste Auftrag kam drei Tage später. Dazu sei gesagt, dass es hier in meiner Umgebung bereits einige Trauerredner:innen gibt, 95% der Beerdigungen aber fest in kirchlicher Hand sind… Ich war also ziemlich erstaunt – und erfreut – dass das so schnell ging mit dem ersten Auftrag.

Die erste Trauerfeier kam so gut an, dass sofort weitere Aufträge folgten, auch von anderen Bestattern. Ich war selig! Ich bekam so schöne Rückmeldungen! Ich war im richtigen Beruf angekommen!

Ich liebe meine Arbeit, die für mich die schönste der Welt ist. Da ich möchte, dass es mehr wirklich gute Trauerredner:innen gibt lasse ich inzwischen auch andere Menschen an meinem Wissen teilhaben. Und das macht richtig viel Freude. Mir und den Lernenden. Besser geht‘s nicht!

Sie zweifeln daran, ob Sie das auch können? Brauchen Sie nicht!

Sie waren im Schulfach Deutsch nicht so der Brüller und haben Bedenken, dass Sie nicht gut schreiben können? Keine Angst, so geht es vielen Menschen. 

Aber: Der übliche Deutschunterricht hat leider, zumindest meiner Erfahrung nach, bei vielen Schüler:innen den Spaß am Schreiben verdorben. Starre Regeln lassen die Kreativität absterben „Einleitung – Hauptteil – Abschluss“ – kennen Sie das noch? Ich fand es gruselig. 

Ich hatte als 13Jährige einen besonders guten Text geschrieben, der völlig anders war als die Texte meiner Mitschüler:innen. Und was passierte? Meine Lehrerin unterstellte mir, dass ich diesen Text aus irgendeinem Buch abgeschrieben hätte. Sie wüßte zwar nicht, aus welchem, aber abgeschrieben sei er auf alle Fälle, denn in meinem Alter könne man so einen Text nicht schreiben. Punkt.

In der Schule habe ich also keine Schreib-Experimente mehr gemacht. Privat schon und daher ist es der Lehrkraft (oder doch eher „Leerkraft“…) doch nicht gelungen, meine Begeisterung für das Schreiben zu zerstören. 

Ich will und werde Ihre schreiberische Kreativität und Fantasie beflügeln. Denn wenn Sie nicht grundsätzlich am Schreiben und an Sprache interessiert wären, dann würden Sie wohl kaum bis hierher gelesen haben. Ich möchte, dass Sie schon während des Seminar sagen „Sapperlott, ich kann das ja wirklich!„. 

Ich freue mich auf unsere kreative Zusammenarbeit. Schreiben Sie mir einfach eine Mail über meine „Kontakt„-Seite oder rufen Sie mich an, dann kann ich Ihnen das Anmeldeformular zuschicken.

Interview mit Trauerrednerin Lüttich

„Ich weiß, was für ein Geschenk das Leben ist“
Franziska Lüttich ist Trauerrednerin – und dies mit viel Empathie

Scroll to top